FORUM PALÄSTINA

Liebe Palästina- und Nahost-Interessierte,

wir möch­ten zu unse­rem kommen­den FORUM-Abend einla­den:

 

Diens­tag, 21.02.2017 — 19.00 Uhr
Ort: Pavil­lon
Refe­ren­tin: Katja Maurer (medico inter­na­tio­nal — Frankfurt/M)
Die zweite Repu­blik – in welche Rich­tung entwi­ckelt sich die israe­li­sche Gesell­schaft?
Katja Mauer ist Refe­ren­tin von medico inter­na­tio­nal (Frankfurt/M) für Nahost und hat durch ihren jahre­lan­gen Einsatz für Bürger-und Menschen­rechte in Israel und den paläs­ti­nen­si­schen Gebie­ten die gesell­schaft­li­chen und poli­ti­schen Verän­de­run­gen in Israel aus nächs­ter Nähe beob­ach­tet. Frau Maurer wird erläu­tern, wie sich die zunächst säku­lare 1948 gegrün­dete Repu­blik Israel nach dem Sechstage-Krieg 1967 immer mehr zu einer Gesell­schaft entwi­ckelte, in der die Natio­nal­re­li­giö­sen zuneh­mend an Einfluss gewan­nen und die Besied­lung der beset­zen Gebiete voran­trie­ben. Da dies aber den legi­ti­men Inter­es­sen der ‚Urein­woh­ner‘, der Paläs­ti­nen­ser, entge­gen­stehe und von diesen nicht akzep­tiert werde, habe sich eine Art Kultur­krieg entwi­ckelt, der Israel zu einer nicht- libe­ra­len Demo­kra­tie werden lasse.

 

Palästina-Initiative Region Hanno­ver

 

Den Flyer mit allen Veran­stal­tun­gen von Januar bis Juni können Sie hier herun­ter­la­den.

 

FORUM-Veranstaltungen 1. Halb­jahr 2017

Diens­tag, 10.01.2017 19.00 Uhr abirkopty
Abir Kopty (Berlin):
Krea­ti­ver zivi­ler Wider­stand israe­li­scher und
paläs­ti­nen­si­scher Grup­pen gegen die Besat­zung

Ort: Frei­zeit­heim Vahren­wald
Frau Abir Kopty ist israe­li­sche Staats­bür­ge­rin paläs­ti­nen­si­scher Herkunft und war Stadt­ver­ord­nete in Naza­reth. Sie studierte in London poli­ti­sche Kommu­ni­ka­tion und promo­viert zurzeit in Berlin.
Abir Kopty wird über die viel­fäl­tige Reali­tät des in der Öffent­lich­keit wenig beach­te­ten prak­ti­zier­ten Wider­stands gegen die israe­li­sche Besat­zung berich­ten. Zivi­ler Wider­stand bedeu­tet – nach den Worten von Frau Kopty – Wider­stand zu leis­ten, indem man bleibt und nicht weicht (to resist by exis­tence), das heißt z.B., auch unter der Besat­zung das Land weiter zu bear­bei­ten, Häuser nach der Zerstö­rung wieder aufzu­bauen, aber auch Wider­stand gegen den Mauer­bau auzu­üben.

Diens­tag, 21.02.2017 — 19.00 Uhr
Ort: Pavil­lon
Refe­ren­tin: Katja Maurer (medico inter­na­tio­nal — Frankfurt/M)
Die zweite Repu­blik – in welche Rich­tung entwi­ckelt sich die israe­li­sche Gesell­schaft?
 
Diens­tag, 14.03.2017 — 19.00 Uhr
Ort: Frei­zeit­heim Vahren­wald
Refe­rent: Naim Al-Ashab (Ramal­lah)
Die poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Umwäl­zun­gen im besetz­ten Paläs­tina
 
Donners­tag, 27.4.2017 — 19.00 Uhr
Ort: Frei­zeit­heim Linden
Refe­ren­tin: Katja Hermann (Berlin)
Wahr­neh­mung und Erfah­rung der Besat­zung in Israel und in den paläs­ti­nen­si­schen Gebie­ten
 
Donners­tag, 11.5.2017 — 19.30 Uhr
Ort: Stadt­bi­blio­thek Hildes­hei­mer Straße
Refe­ren­tin: Susan Abdul­hawa (USA)
Während die Welt schlief — Lesung und Diskus­sion
 
Diens­tag, 20.6.2017 — 19.00 Uhr 
Ort: Frei­zeit­heim Vahren­wald
Refe­rent: René Wild­an­gel (Berlin)
Die Posi­tio­nie­rung der EU und Deutsch­lands zur Besat­zung: Vorha­ben und Wirk­lich­keit

 

Alle FORUM-Veranstaltungen 2016

Diens­tag 05.01.2016 19.00 Uhr 
Karin Leuke­feld (Bonn):
Stabi­li­täts­an­ker Saudi-Arabien? — Innen­po­li­tik und Rolle in der arabi­schen und isla­mi­schen Welt
Ort: Frei­zeit­heim Vahren­wald, Vahren­wal­der Str. 92
Saudi-Arabien ist einer der wich­tigs­ten poli­ti­schen Akteure im Nahen Osten. Neben Israel der engste Verbün­dete des Westens, verfolgt das König­reich dennoch auch eine eigene Agenda. Mit seiner rück­stän­di­gen und extrem stren­gen Ausle­gung des Islam, dem Waha­bis­mus, erhält es eine innere Verfasst­heit aufrecht, die sich im Wider­spruch zu west­li­chen gesell­schafts­po­li­ti­schen Vorstel­lun­gen befin­det. Demo­kra­ti­sche Bewe­gun­gen in der arabi­schen Welt werden bekämpft. Worin besteht die Grund­lage der Zusam­men­ar­beit mit dem Westen und welche Entwick­lung wird das Land nehmen? Die Refe­ren­tin, Karin Leuke­feld, ist freie Jour­na­lis­tin und berich­tet seit Jahren aus dem Nahen Osten.

Montag, 18.01.2016 19.00 Uhr 
Prof. Peter Antes (Hanno­ver): Muslime, Juden und Chris­ten im histo­ri­schen Paläs­tina
Ort: Kultur­zen­trum Pavil­lon, Lister Meile 4
Prof. Antes hat als Reli­gi­ons­wis­sen­schaft­ler in seiner Lehr­tä­tig­keit an der Univer­si­tät Hanno­ver wie in zahl­rei­chen Vorträ­gen und Veröf­fent­li­chun­gen  die Gemein­sam­kei­ten   und Unter­schiede der drei ‘Buch­re­li­gio­nen’ erforscht und sich stets für einen ‘inter­re­li­giö­sen  Dialog’ einge­setzt. Auf dem Hinter­grund der aktu­el­len von Angst und Vorur­tei­len besetz­ten poli­ti­schen und reli­giö­sen Debatte kann der Beitrag von Prof. Antes ein ‘klären­des Wort’ sein.

Das Falt­blatt mit allen FORUM-Veranstaltungen ab April 2016 zum Herun­ter­la­den.

Diens­tag, 19.04.2016 19.00 Uhr 
Prof. Wilhelm Kempf (Konstanz):
Israel­kri­tik zwischen Anti­se­mi­tis­mus und Menschen­rechts­idee. Eine Spuren­su­che
Ort: Frei­zeit­heim Lister Turm, Walder­see­str. 100 
Prof. Kempf von der Uni Konstanz hat eine empi­ri­sche sozi­al­wis­sen­schaft­li­che Unter­su­chung zu Einstel­lun­gen und Denk­wei­sen bezüg­lich Israel und Anti­se­mi­tis­mus sowie Paläs­tina durch­ge­führt und wird daraus refe­rie­ren.

Prof. Wilhelm Kempf hat zu dieser Studie nun eine zusam­men­fas­sende Pres­se­mit­tei­lung veröf­fent­licht.
Zudem hat Prof. Kempf ProMo­saik ein Inter­view über die verschie­de­nen Formen der Israel­kri­tik gege­ben.

Zusatz­ter­min: Mitt­woch, 11.05.2016, 20.00 Uhr
Atef Abu Saif (Gaza): Lesung “Früh­stück mit der Drohne — Tage­buch aus Gaza”
Ort: Medi­en­haus Hanno­ver e.V., Schwar­zer Bär 6
Am 7. Juli 2014 beginnt der bisher letzte der vielen Kämpfe um den Gaza­strei­fen. Inmit­ten aller Pres­se­stim­men zum Krieg tauchen in der inter­na­tio­na­len Presse Tage­buch­t­exte auf. Ihr Autor Atef Abu Saif, ein in der arabi­schen Welt bekann­ter Roman­cier. Er hält fest, was um ihn herum geschieht. Wie er mit seiner Frau den Alltag bewäl­tigt. Wie er mit der Angst kämpft, wenn  vor dem Fens­ter die Drohne surrt. In 50 Tage­buch­ein­tra­gun­gen erzählt Atef Abu Saif das Unvor­stell­bare.

Frei­tag, 20.05.2016 19.00 Uhr
Anica Hein­lein (Bonn): ‘Enta­ra­bi­sie­rung’ Ostje­ru­sa­lems?
Ort: Frei­zeit­heim Vahren­wald, Vahren­wal­der Str. 92
Frau Hein­lein war als Mitar­bei­te­rin einer NGO in Jeru­sa­lem tätig und hat beob­ach­ten können, wie die israe­li­schen Behör­den durch diverse Maßnah­men eine Verdrän­gung der arabi­schen Bewohner/innen Ostje­ru­sa­lems durch­zu­set­zen versu­chen. Sie wird darüber berich­ten.

Diens­tag, 14.06.2016 19.00 Uhr 
Andreas Zumach (Genf): Der Sicher­heits­be­griff in Israel im Kontext der inter­na­tio­na­len Poli­tik
Ort: Kultur­zen­trum Pavil­lon, Lister Meile 4
Andreas Zumach, freier Jour­na­list am Sitz der UNO in Genf und schon mehr­fach bei uns als Refe­rent, wird analy­sie­ren, welche Rolle der Begriff der ‘Sicher­heit’ in der israe­li­schen Innen­po­li­tik spielt.

Frei­tag, 16.09.2016  um 19.00 Uhr
Abdal­lah Abu Rahma (Bil’in / Paläs­tina):
Ein Jahr­zehnt zivi­ler Wider­stand im Dorf Bil’in
Ort: Frei­zeit­heim Vahren­wald, Vahren­wal­der Str. 92 
Abdal­lah Abu Rahmah ist in Deutsch­land als lang­jäh­ri­ger Akti­vist des zivi­len paläs­ti­nen­si­schen Wider­stands bekannt gewor­den, der gegen die Besat­zung, die Haus­zer­stö­run­gen und die Mauer gerich­tet ist, die von Israel jenseits seiner inter­na­tio­nal aner­kann­ten Landes­gren­zen auf dem im Junikrieg 1967 erober­ten Terri­to­rium instal­liert worden ist und die besetz­ten Gebiete Paläs­ti­nas durch­trennt.
Im Jahre 2005 rief er im paläs­ti­nen­si­schen Dorf Bil’in, ca. 12 km west­lich von Ramal­lah gele­gen, gemein­sam mit ande­ren Dorf­be­woh­nern das Bürger­ko­mi­tee des fried­li­chen Volks­wi­der­stands ins Leben, das von ihm seit­dem koor­di­niert und von zahl­rei­chen israe­li­schen und inter­na­tio­na­len Menschenrechts- und Frie­dens­or­ga­ni­sa­tion unter­stützt wird. Die Mauer trennt das Dorf vom größ­ten Teil der ihm gehö­ri­gen Felder. Doku­men­tiert ist der Wider­stand auch in dem Film ‘Five Broken Came­ras’. Das Bil’iner Komi­tee wurde übri­gens, gemein­sam mit den Israeli Anar­chists Against the Wall, von der Inter­na­tio­na­len Liga für Menschen­rechte 2008 mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille ausge­zeich­net. Im Jahre 2009 verlieh die EU diesem offi­zi­ell den Titel „Vertei­di­ger der Menschenrechte“.Abu Rahmah wurde mehr­fach verhaf­tet und verbüßte u.a. eine 15-monatige Gefäng­nis­strafe, denn schon die Teil­nahme an einer Demons­tra­tion verstößt gegen die Mili­tär­ver­ord­nung Isra­els in den besetz­ten Gebie­ten. Paläs­ti­nen­sern ist jede Form der Erhe­bung und der Mobi­li­sie­rung zum poli­ti­schen Protest unter­sagt. Zuletzt kam er frei u.a. unter der Bedin­gung, eine Kaution von 15 000 Sche­kel zu zahlen und nicht mehr an Akti­vi­tä­ten und Demons­tra­tio­nen teil­zu­neh­men. Abu Rahmeh wird über die Auswir­kun­gen der Besat­zung, der Haus­zer­stö­run­gen und über die Aktio­nen des Bürger­ko­mi­tees berich­ten.

Diens­tag, 18.10.2016 19.00 Uhr
Claus Wali­schew­ski (Bremen):
Land­nahme und Haus­zer­stö­rung im besetz­ten Paläs­tina
Ort: Frei­zeit­heim Vahren­wald, Vahren­wal­der Str. 92
Claus Wali­schew­ski aus Bremen ist der Spre­cher des deut­schen Able­gers des israe­li­schen Komi­tees gegen Haus­zer­stö­run­gen (Israe­lian Commit­tee against House Demo­li­ti­ons — ICAHD). ICAHD wendet sich gegen die Haus­zer­stö­run­gen als eine Methode der Verdrän­gung der Palästinenser/innen durch die israe­li­schen Behör­den. Sein Spre­cher ist Jeff Halper. Das israe­li­sche Komi­tee gegen Haus­zer­stö­run­gen ist eine Menschenrechts- und Frie­dens­or­ga­ni­sa­tion, die 1997 gegrün­det wurde, um Isra­els Beset­zung der paläs­ti­nen­si­schen Gebiete zu been­den. ICAHDs Fokus liegt dabei auf Isra­els Poli­tik der Zerstö­rung paläs­ti­nen­si­scher Häuser in den besetz­ten Gebie­ten und inner­halb Isra­els selbst, sowie auf einer stän­di­gen Analyse der Poli­tik Isra­els gegen­über den Paläs­ti­nen­sern  sowie der Situa­tion in den besetz­ten Gebie­ten (Website von ICAHD Deutsch­land). Seit 1967 wurden in den besetz­ten Gebie­ten fast 48 500 Bauten zerstört, davon in diesem Jahr ca. 650.

Montag, 7.11.2016 um 19.00 UhrClemens_Messerschmid (EQ13)
Clemens Messer­schmid (Ramal­lah):
Wasser als Menschen­recht? — Bittere Aussich­ten für Paläs­tina

Ort: Frei­zeit­heim Vahren­wald, Vahren­walder Str. 92
(im Rahmen des Bünd­nis­ses zum Tag der Menschen­rechte)
Clemens Messer­schmid ist Hydro­geo­loge in Ramal­lah und ausge­wie­se­ner Spezia­list zum Thema Wasser in der Region.Er arbei­tete, bevor er sich selb­stän­dig machte, mehrere Jahre für die GTZ. Bei seinen Vorträ­gen, auch in Hanno­ver, hat er sich über das Ungleich­ge­wicht bei der Verfü­gung über das Wasser im besetz­ten Paläs­tina geäu­ßert, so auch in diver­sen Medien (Süddeut­sche Zeitung, Neue Züri­cher Zeitung u.a. und im August in der tages­schau der ARD). In den Mille­ni­um­s­ent­wick­lungs­zie­len der Verein­ten Natio­nen und im Akti­ons­pro­gramm der Agenda 21 spielt Wasser eine heraus­ra­gende Rolle. Die WHO hat einen Verbrauch von 100 Liter/Kopf /Tag als Mindest­menge für den Erhalt des Lebens defi­niert. In Deutsch­land liegt der durch­schnitt­li­che Verbrauch bei 121 Liter pro Kopf und Tag, in Israel bei 270 und in den paläs­ti­nen­si­schen Gebie­ten bei ca. 70 Litern. Die Frage ist, wie die Vertei­lung, die fehlen­den Bauge­neh­mi­gun­gen für paläs­ti­nen­si­sche Brun­nen, Abwas­ser­an­la­gen und Instand­set­zung der Leitun­gen, die Über­nut­zung der Grund­was­ser­vor­kom­men durch die inten­sive Siedler-Landwirtschaft und regel­mä­ßige Zerstö­run­gen von Brun­nen und Zister­nen die Versor­gung beein­flus­sen. Beson­ders drama­ti­sch ist die Wasser­si­tua­tion im abge­rie­gel­ten Gaza, der dortige Aqui­fer ist heil­los über­pumpt und das Wasser zu 95% über­sal­zen. Clemens Messer­schmid wird beson­ders auf die Lage in Gaza einge­hen, aber auch auf die Rolle der deut­schen Poli­tik in der Entwick­lungs­zu­sam­men­ar­beit.

An der Stelle möch­ten wir Ihnen ein Inter­view empfeh­len, welches Clemens Messer­schmid Amnesty Inter­na­tio­nal Schweiz gege­ben hat.

 

Diens­tag, 15.11.2016 19.00 Uhr profil-christoph-dinkelaker
Chris­toph Dinkela­ker (Berlin):
Gibt es Alter­na­ti­ven in der israe­li­schen poli­ti­schen
Führungs­schicht?
Ort: Frei­zeit­heim Lister Turm, Walder­see­str. 100 
(in Koope­ra­tion mit der Stif­tung Leben & Umwelt — Heinrich-Böll-Stiftung Nieder­sach­sen)
Es hat den Anschein, dass die israe­li­sche Führungs­schicht geschlos­sen hinter der Regie­rung steht, die konflikt­träch­tige Poli­tik der Besat­zung und Besied­lung Paläs­ti­nas scheint das Führungs­per­so­nal aller wich­ti­gen Parteien zu verei­nen, auch der neoli­be­rale Umbau findet wenig Wider­stand. Unbe­strit­ten ist auch, dass sich der öffent­li­che Diskurs stark nach rechts verscho­ben hat. Jedoch gibt es über­ra­schen­der­weise gerade aus dem Bereich der Geheim­dienste und des Mili­tärs andere Stim­men, die gegen die amtli­che Poli­tik Vorbe­halte äußern.
Chris­toph Dinkela­ker ist Islam­wis­sen­schaft­ler mit reicher Erfah­rung in arabi­schen Ländern und Israel und lebt in Berlin. Er betreibt das Portal ‘AlSharq’. Er mode­rierte unsere Tagung zu Gaza am 31.10.2015. Er wird der Frage nach­ge­hen, ob und inwie­weit es in der israe­li­schen Führungs­schicht alter­na­tive Vorstel­lun­gen zur herr­schen­den Poli­tik, reprä­sen­tiert v.a. von Netan­jahu, gibt.

Diens­tag, 20.12.2016 19.00 Uhr 
Riad Othman (Frankfurt/M):
Poli­tik der Verdrän­gung im besetz­ten West­jor­dan­land
Ort: Kultur­zen­trum Pavil­lon, Lister Meile 4
Riad Othman leitete drei Jahre lang das Büro der Frank­furter Hilfs- und Menschen­rechts­or­ga­ni­sa­tion medico inter­na­tio­nal für Israel und die besetz­ten paläs­ti­nen­si­schen Gebiete. Die Orga­ni­sa­tion enga­giert sich als seit Jahren auch in den C-Gebieten der West­bank, die nach wie vor unter völli­ger israe­li­scher Kontrolle stehen. Die völlige Abhän­gig­keit der paläs­ti­nen­si­schen Zivil­be­völ­ke­rung von der israe­li­schen Besat­zungs­ver­wal­tung zeitigt im Alltags­leben der bis zu 300.000 Paläs­ti­nen­se­rinnen und Paläs­ti­nenser in den C-Gebieten mitun­ter desas­tröse Folgen. Riad Othman wird anhand von Projekt­bei­spielen aus den südli­chen Hebron­bergen und dem Jordan­tal über die Mecha­nismen von Ausschluss und Diskri­mi­nie­rung in den besetz­ten C-Gebieten berich­ten.

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